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VORDENKEN Teil 4 – Das ist die Familie der Zukunft!

Geschrieben von Müller - Die lila Logistik SE | 15. Mai 2020

1993 wurde von den Vereinten Nationen der Internationale Tag der Familie beschlossen. Am 15. Mai 1994 wurde er zum 1. Mal gefeiert und jedes Jahr mit einem anderen Motto versehen. Der jeweilige Leitgedanke hat dabei immer Bezug zu aktuellen Geschehnissen und stellt einen anderen Aspekt des Familienlebens dar.

Es liegt wohl auf der Hand, dass man um das diesjährige Schlagwort „Corona-Krise“ nicht herum kommt. Und dennoch wollen wir uns in diesem Beitrag nicht mit den Folgen und Auswirkungen des Virus für Familien auseinandersetzen, sondern stattdessen der Frage nachgehen, wie Familien in Zukunft aussehen könnten. Dabei würden nur die Tollkühnen versuchen, hier ein Bild zu zeichnen. Denn die Familie ist ein bewegliches Ziel. Unsere Vorstellungen darüber, was eine „normale“ Familie ausmacht, haben sich seit jeher stark verändert und es gibt keinen Grund zu glauben, dass sie sich nicht mehr ändern werden.

Frühere Versuche sind in der Tat gescheitert. William J. Goode, der in den frühen 1960er Jahren während des „goldenen Zeitalters der Ehe" schrieb, sah die Annäherung an die eheliche Familie im westlichen Stil als unvermeidliche Folge der Industrialisierung. Kaum war sein bahnbrechendes Buch „World Revolution and Family Patterns" erschienen, begannen die Scheidungsraten zu steigen und verheiratete Frauen begannen, in den Arbeitsmarkt einzutreten.

Es gibt keine starre Definition für die „Familie", und es macht keinen Sinn, eine solche zu entwickeln. Es ist ein fließendes Konzept, eines, das für verschiedene Menschen und zu verschiedenen Zeiten unterschiedliche Dinge bedeutet. 

Doch „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt", dachte sich Dr. Martin R. Textor, als er 2016 von uns darauf angesprochen wurde, in unserem Buch das Thema "Familie in der Zukunft" laut zu denken. „Es gibt klare Anhaltspunkte, anhand derer wir erahnen können, wie sich das Familienleben im Laufe der Jahre verändern könnte", so der studierte Autor, Publizist und Pädagoge. Hier ist, was zu erwarten ist:

„Obwohl die Deutsch gerne zwischen Berufs- und Privatleben trennen, wirkt das eine auf das andere ein. Künftig wird es weniger Festanstellungen, mehr berufsbedingte Wohnortswechsel und flexiblere Beschäftigungszeiten inklusive Schicht- und Wochenendarbeit geben. Da bleibt deutlich weniger Zeit für Partnerschaft und Familie. Das fängt beim Kennenlernen an, Online-Partnervermittlungen werden an Bedeutung gewinnen, geht beim Sex weiter, in Fernbeziehungen müssen Sextting und Remote Sex reichen, und heißt mit Blick auf Familien später heiraten, später Eltern werden und Außer-Haus-Erziehung der Kinder. Frauen wie Männer werden in Vollzeit erwerbstätig sein. In hochqualifizierten Bereichen werden es zudem die Frauen sein, die Karriere machen. Sie sind schlicht besser qualifiziert. Durch die Automatisierung vieler Tätigkeitsbereiche werden auf der anderen Seite die Zahl der Berufstätigen mit niedrigerem Erwerbseinkommen und die Wichtigkeit von Zweit- und Nebenjobs zur Existenzsicherung steigen. Wo weniger Miteinander ist, lockern sich die Familienbande. Außerdem zieht Vielfalt ins eheliche oder auch nicht eheliche Familienleben ein: Neben der klassischen Familie werden Stieffamilien, „Regenbogenfamilien" mit gleichgeschlechtlichen Eltern und Familien mit Partnern aus unterschiedlichen Kulturen normal sein."

Sie haben Appetit auf mehr? Hier geht’s zum vollständigen Beitrag.

Der Fachbeitrag ist der vierte Teil einer zehnteiligen Reihe von unterschiedlichsten Blickwinkeln zum Thema „Wie wird die Welt von morgen aussehen“. Zehn namhafte Autoren haben zusammen mit uns einen Blick in die Zukunft gewagt, zusammengefasst in unserem Buch VORDENKEN.

Sie haben den letzten Teil verpasst? Hier können Sie ihn nachlesen.

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Literatur

Textor (Hrsg.): Zukunftstrends - ein Überblick. Norderstedt: BoD 2018

Textor (Hrsg.): Zukunftsorientierte Pädagogik: Erziehen und Bilden für die Welt von morgen. Norderstedt: BoD 2018

Textor (Hrsg.): Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern: Gemeinsam Verantwortung übernehmen. Freiburg im Breisgau: Herder Verlag 2006